Merseyside Hockey Club

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Der Merseyside Hockey Club (kurz Merseyside HC, MHC oder MHC Liverpool) war eine Eishockey-Franchise aus der Stadt Liverpool in Nova Scotia, an der kanadischen Ostküste. Das Team wurde am 10. März 2014 von dem Unternehmer Charles Francis unter dem Namen Vancouver Bengal Tigers gegründet. Seit Saison 97 heißt der Verein HK Pukis Jurmala.

Merseyside Hockey Club
merseysidekl.jpg
Gegründet 10.03.2014
Geschichte Saison 65-91
Vancouver Bengal Tigers
Saison 92-96
Merseyside Hockey Club
Stadion Anfield
Fassungsvermögen 22.500 Plätze
Standort Can.png Liverpool, Nova Scotia
Farben Rot/Weiß

xx xx

Besitzer 25% Sco.png Anfield Group
25% Can.png Charles Francis
20% Lat.png O. Barasovs
15% Lat.png J. Dimitrovskijs
15% Can.png John McCaire
General Manager Usa.png Danton Bloemendal
Cheftrainer Can.png Brenden Desrochers
Captain Can.png Doug Boisjoli


Geschichte

Vancouver Bengal Tigers

Gründungszeit

Die Franchise wurde am 14. März 2014 von dem eishockeybegeisterten kanadischen Unternehmer Charles Francis unter dem Namen „Vancouver Bengal Tigers“ gegründet. Francis wählte Vancouver als Standort aufgrund der großen Eishockeytradition in Kanada. Als erster Trainer wurde der Kanadier George Lepoint verpflichtet. Den Spielbetrieb nahmen die Bengal Tigers in Saison 65 in der Liga 8.28 auf. Am Saisonende konnte man dort den fünften Platz belegen und verpasste die Play-Offs um lediglich einen Punkt. In ihrer zweiten, und ersten vollen, Saison gingen die Bengal Tigers in der Liga 8.18 an den Start, in der man den achten Platz erreichte. In ihrer dritten Saison spielte die Mannschaft aus Vancouver in der Liga 8.19. Entgegen der Erwartung aller kämpften die Bengal Tigers um die Play-Off-Teilnahme, welche man am Ende nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf Platz 5 verpasste.

Existenzangst und erstmals Play-Offs

Zum Ende jener Saison gab Charles Francis bekannt, dass die Bengal Tigers aufgrund von Misswirtschaft in finanziellen Problemen steckte. Trotz dieser erlangte man für Saison 68 die Lizenz womit der Spielbetrieb gesichert war. Dennoch erklärte Francis, dass der Verein rote Zahlen schreibt und die Existenz Bengal Tigers auf dem Spiel steht. Um den Verein am Leben zu halten plante Francis die Bengal Tigers zu einer reinen Amateurmannschaft umzufunktionieren, diese Pläne wurden jedoch nie umgesetzt. Stattdessen zog sich Francis vom Posten des General Managers zurück und verpflichtete für diese Position Darryl Coon, welcher ein Entschuldungsprogramm in die Wege leitete. Zudem wurde mit der deutschen Investmentgruppe CHG Invest ein neuer Anteilseigner gefunden, welcher sich 30% der Rechte an den Bengal Tigers sicherte. Die Saison verlief trotz der finanziellen Probleme sportlich gut. In der Liga 8.27 erreichte die Mannschaft den vierten Platz und zog erstmal in der Vereinsgeschichte in die Play-Offs ein. Dort unterlag man jedoch den Vorsee Vikings. Die Existenzangst am Standort Vancouver trieb jedoch weiter ihr Unwesen. CHG Invest plante eine neue Franchise in Deutschland zu gründen und die Bengal Tigers für diesen Zweck umzusiedeln. Als möglicher Standort wurde Leipzig gehandelt. Dieser Plan scheiterte jedoch am Protest der Fans und Hauptanteilseigner Charles Francis. Daraufhin wollte CHG Invest seine Anteil an der Franchise verkaufen. Da sich jedoch kein Käufer fand, übernahm zunächst die Stadt Vancouver die Hälfte der von CHG Invest gehaltenen Anteile.

Neue Liga und Beginn der Ära Walton

In Saison 69 ging man in Liga 8.24 mit dem Ziel erneut die Play-Offs zu erreichen an den Start. Mit Rang 3 gelang dies auch, jedoch kam man erneut nicht über das Halbfinale hinaus. Aufgrund von Zwangsabstiegen und Neuformierungen der Liga ging man ab Saison 70 dennoch in Liga 7 an den Start. Nach der Hinrunde der ersten Siebtligasaison der Vereinsgeschichte ernannte Coach Lepoint den damals erst 19-Jährigen Center Maxime Walton zum neuen Kapitän. Was damals noch niemand wusste war, dass dies der Beginn einer neuen Ära war. Walton sollte zwei Jahrzehnte lang die Mannschaft aufs Feld führen und die Geschichte der Bengal Tigers mit prägen. Am letzten Spieltag in Saison 70 schlug man die Mannschaft von Nuklear Neikof im direkten Duell um Platz 9 und feierte somit den Klassenerhalt, da der Play-Downs-Gegner seine Mannschaft bereits vom Spieltbetrieb abgemeldet hatte. Zu Beginn von Saison 71 gab GM Coon bekannt, dass die Bengal Tigers erstmals an der prestigeträchtigen Continental League teilnehmen werden. Man rutschte als Gastteam für die Irish Eagles nach, zudem ging man bei der Premierensaison der Canada Classics an den Start. Der Saisonstart der Saison 71 hielt weitere gute Neuigkeiten parat: Robert Milewski kaufte die verbliebenen Anteile von CHG Invest auf, welche sich somit vollständig aus Vancouver verabschiete und mit dem Rückkauf von Jimmy Fernandez und der Verpflichtung von Noah Haugland von den Waldshuter Männle wurden die letzten Schulden getilgt. Das Entschuldungsprogramm von GM Coon war damit erfolgreich abgeschlossen.

Zeit der Trainerwechsel

Sportlich verlief die Saison 71 jedoch nicht gut. Trotz eines guten Saisonauftakts fand man sich schnell im Abstiegskampf der Liga 7.3 wieder. Nach einer Niederlage am 15. Spieltag gegen des bis dahin punktlosen Tabellenletzten wurde der langjährige Trainer George Lepoint letztendlich entlassen. Als Interimstrainer wurde bis Saisonende Jugendtrainer Curt Angel eingesetzt. Unter dem neuen Trainer konnten die Bengal Tigers durch zwei Siege in den Play-Downs den Klassenerhalt sichern und startete auch in Saison 72 in der Liga 7.3.. als neuer Trainer wurde zu Saisonbeginn Bryan Savic vorgestellt. Indem man alle drei Aufsteiger hinter sich ließ wurde die Mannschaft in der Hauptrunde 9., was den Klassenerhalt bedeutete, da der Tabellenletzte und potenzielle Play-Downs-Gegner seine Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldete. Obwohl alle Saisonziele erreicht wurden und GM Coon mit Coach Bryan Savic den Vertrag verlängern wollte, verließ dieser Vancouver zum Saisonende aus persönlichen Gründen. Auf Savic folgte dessen kanadischer Landsmann Roger Stevenson auf den Trainerstuhl. Aufgrund dessen, dass einige Teams sich von der Continental League abmeldeten erhielten die Vancouver Bengal Tigers ab Saison 73 eine langfristige Lizenz für diese. Damit war man nun Teil von einem der wichtigsten Cups in der EZMA.

Aufschwung unter Stevenson

Vor Beginn der Saison 73 übernahm die US-amerikanische WizSportsGroup 20% der Anteile an der Franchise. Erstmals konnte man den Klassenerhalt direkt erreichen ohne den Umweg über die Play-Downs nehmen zu müssen. Am Ende der Saison erreichte man Platz 6. Diesen Platz wiederholte man in Saison 74 und 75. Am 10. Spieltag der Saison 75 spielten die Vancouver Bengal Tigers ihr 200. Ligaspiel, Gegner war ausgerechnet der spätere Erzrivalen Los Angeles Tigers. Der einzige Spieler, der alle 200 Spiele der Vereinsgeschichte mitbestritten hatte was Helmer McWherter. In Saison 76 erreichten die Bengal Tigers nach einem schwachen Saisonstart den vierten Tabellenplatz und nahmen somit erstmals an den Play-Offs der siebten Liga teil. Dort scheiterte man aber am späteren Vize-Meister Lilou Lions aus Finnland. Auch in der Folgesaison erreichte das Team aus Vancouver sportliche den vierten Rang und zog erneut in die Play-Offs ein. Durch Punktabzüge des VER Franken rutschten die Bengal Tigers sogar noch auf Rang 3 vor. Man scheiterte jedoch erneut im Halbfinale, diesmal gegen den Chaos Club Hamburg. In Saison 78 musste man in der Hauptrunde nur zwei Niederlagen nach regulärer Spielzeit hinnehmen, jeweils gegen den späteren Meister Diamond Kings aus Russland. So erreichten die Bengal Tigers problemlos als Tabellenzweiter die Play-Offs. Dort konnte man sich erstmals im Halbfinale durchsetzen, gegen die ESC Krokodile Essen, und stand somit erstmals in der Vereinsgeschichte in einem Play-Off-Finale. Dort musste man sich aber erneut den Diamond Kings geschlagen geben. Zu Saisonende beendeten mit Helmer McWherter, Pontus Ekman-Larson und Jimmy Fernandez gleich drei Spieler der ersten Stunde ihre Karrieren. McWherter und Ekman-Larson waren die ersten beiden Spieler die in die Hall of Fame der Bengal Tigers aufgenommen wurden.

Erste Meisterschaft

Diese Abgänge wurden durch für damalige Verhältnisse teure Neuzugänge gut kompensiert, so dass man am Ende von Saison 79 souverän als Hauptrundenmeister in die Play-Offs einzog. Wie im Jahr zuvor gelang der Einzug ins Finale wo man auf den Erzrivalen Los Angeles Tigers traf. Nachdem die Spiel 1 der Serie knapp mit 2:1 für sich entschieden, mussten sie in Spiel 2 eine Niederlage nach Overtime einstecken. Im entscheidenden dritten Spiel gewannen die Bengal Tigers aber dank eines Tores von Adam Perez und eines Shutouts von Keeper Bryan Massicotte mit 1:0. Damit krönte Vancouver eine großartige Saison mit dem Aufstieg und der ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte. In Saison 80 startete man somit in der Liga 6.15, die Aufstiegsmannschaft blieb fast komplett zusammen. Vor der Saison stieg der kanadisch-britische Milliardär John McCaire bei den Bengal Tigers ein und übernahm Anteile der WizSportsGroup und von Milewski. Ebenso erhielt der Schweizer Urs Berger Anteile an der Franchise, Milewski stieg komplett aus. Am 9. Spieltag der Saison 80 gab Trainer Roger Stevenson seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Er wollte nach acht Jahren in Vancouver eine neue Herausforderung suchen, GM Coon wollte ihm nach dem Aufstieg keine Steine in den Weg legen und eine Vertragsauflösung zum Saisonende wurde vereinbart. Man beendete die Hauptrunde auf dem neunten Tabellenplatz, musste aber nicht in die Play-Downs, da der Gegner Green Barbarians nicht antrat. Mit Brenden Desrochers beendete der letzte noch verbliebene Gründungsspieler der Bengal Tigers nach Saison 80 seine Karriere. Er war der dritte Spieler, der in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Erster Abstieg und Wechsel in die UHL

Zur Saison 81 übernahm der Slowake Henrich Kuric das Amt des Cheftrainers. Er kam von den Saskatoon Moose, welche nach Kopenhagen übersiedelten. Kuric war der erste Trainer der Bengal Tigers, welcher nicht aus Kanada stammte, er verbrachte jedoch einen Großteil seiner Spieler- und Trainerlaufbahn in Nordamerika. Für die Continental League beantragte man ab Saison 81 keine Lizenz mehr, stattdessen wechselte man in die aufstrebende Underground Hockey League (UHL). Die Personalie Kuric entwickelte sich zu einem großen Missverständnis. Bereits nach elf Spieltagen wurde er wieder entlassen, nachdem die Mannschaft nicht einen einzigen Punkt holen konnte. Es übernahm interimsweise Jugendtrainer Curt Angel. Dieser hatte den Posten bereits in Saison 71 schon einmal inne. Obwohl er es schaffte mit der Mannschaft noch Punkte zu holen, konnte der Abstieg nicht verhindert werden. Damit waren die Bengal Tigers nach 17 Jahren erstmalig in der Vereinsgeschichte abgestiegen.

Wiederaufstieg und UHL-Durchmarsch

Zur neuen Saison wurde der bisherige Co-Trainer Brenden Desrochers zum neuen Cheftrainer befördert. Desrochers stand als Spieler 16 Jahre lang für die Bengal Tigers auf dem Eis, zu diesem Zeitpunkt Rekordspieler und absoluter Publikumsliebling. Nachdem man in der Hauptrunde den zweiten Platz in der Liga 7.3 erreichte, konnte man in den Play-Offs bis ins Finale vorstoßen. Dort besiegte man den Hauptrundenmeister Waldshuter Männle mit 2:1 womit der direkte Wiederaufsteige gelang. In der Saison 83 konnte man in der Liga 6.05 den Klassenerhalt feiern. Nach Platz 10 in der Hauptrunde besiegten die Bengal Tigers die Hoesch Firefighters in den Play-Downs mit 2:1. Nach dieser Saison legte General Manager Darryl Coon, nach mehr als 15 Jahren Tätigkeit im Verein, sein Amt nieder. Mit Alistair Downway trat ein unbeschriebenes Blatt sein Erbe an. In Saison 84 feierten die Bengal Tigers ihr 20-jähriges Bestehen. Obwohl man zur Überraschung aller bis zum neunten Spieltag auf einem Play-Off-Platz stand, reichte es zum Ende der Hauptrunde nur zu Platz 10. Somit musste man in den Play-Downs gegen den HK Kranjska Gora antreten. Vancouver gewann diese Serie mit 2:0 und sicherte sich so den Klassenerhalt. In der UHL gelang der Aufstieg in die erste Liga, womit den Bengal Tigers der Durchmarsch von der vierten in die erste Liga gelungen war. Zum Saisonende beendete Nicholas Henry nach 19 Jahren im Verein seine Karriere. Er wurde als vierter Spieler in die Hall of Fame aufgenommen.

Ewiger Halbfinalist und Draft-Panne

Im Zuge der Ligenreformation starteten die Vancouver Bengal Tigers ab Saison 85 in der nordamerikanischen 4.02 Division. Gleich in ihrer ersten Saison in Liga 4 erreichten die Bengal Tigers mit dem vierten Rang einen Play-Off-Platz, scheiterten in den Ausscheidungsspielen jedoch im Halbfinale. In der UHL konnte man sich den Vizemeistertitel sichern. Vor Saison 86 übernahm der Kanadier Kurt Powell 10% der Anteile an der Franchise. In der Liga gelang Vancouver erneut Platz 4, schied in den Play-Offs jedoch wieder im Halbfinale aus. So auch in Saison 87, die man in der Hauptrunde allerdings erstmal auf dem zweiten Platz abschloss. Zur neuen Saison wurde dann erstmalig der Einzug ins Play-Off-Finale der vierten Liga als Ziel ausgegeben. Nach einer katastrophalen Rückrunde konnte man jedoch froh sein als Vierter überhaupt in die Play-Offs gekommen zu sein, wo man zum vierten Mal in Folge im Halbfinale scheiterte. Auch in der UHL lief es nicht rund, wo man nach einer schwachen Hinrunde erstmals näher an den Abstiegsplätzen lag, als an den Medaillenrängen. In Folge dessen wurde der Vertrag mit GM Downway aufgelöst, da man ihm nach nicht realisierten Transfers eine Mitschuld gab. Auch in der Führungsetage gab es Veränderungen. Kurt Powell sicherte sich die Anteile der WizSportsGroup, welche nicht Teilhaber der Bengal Tigers waren. Desweiteren veräußerte Urs Berger seine Anteile an den ehemaligen Vancouver Profi Helmer McWherter und den Unternehmer Wayne Kelly, welcher sich zudem weitere Anteile von Hauptanteilseigner Charles Francis sicherte. Bryan Massicotte beendete nach der Saison seine Karriere und wurde als erster Torhüter in die Hall of Fame der Bengal Tigers aufgenommen. Zur Saison 89 wurde der ehemalige Spieler der Bengal Tigers, Danton Bloemendal, als neuer General Manager vorgestellt. Am Ende der Hauptrunde stand Platz 5 zu Buche, womit die Bengal Tigers erstmals seit der Ligenumstellung in Saison 85 die Play-Offs verpassten. In der UHL konnte man Schadensbegrenzung betreiben und mit Rang 6 immerhin den Klassenerhalt sichern. Auch abseits des Feldes unterliefen den Bengal Tigers Pannen. So verpasste GM Bloemendal in seiner Premierensaison es, rechtzeitig die Reihenfolge für den erstmals durchgeführten Draft abzugeben. Per Zufall wurde Vancouver dann der US-amerikanische Verteidiger E.K. Winder zugeteilt. Bloemendal akzeptierte den Spieler, welcher zu Saison 90 zum Team hinzustieß. Nach Saison 89 beendeten Maxime Walton und Jean-Francois Beauvais ihre Karrieren, beide wurden in die Hall of Fame aufgenommen. In Saison 90 konnte man mit vier Neuzugängen überraschend souverän die Play-Offs erreichen, in der Hauptrunde sprang Rang 2 heraus. Man musste sich jedoch abermals im Halbfinale geschlagen geben, Gegner waren die Halifax Highlanders.

Das Ende in Vancouver

Am 5. Spieltag der Saison 91 gaben die Bengal Tigers in einer Pressemitteilung bekannt, dass dies die letzte Saison in Vancouver sein wird und man ab Saison 92 einen neuen Standort in Nova Scotia bezieht. In ihrer letzten Saison konnten die Vancouver Bengal Tigers als Vierter nochmal in die Play-Offs einziehen, dort unterlag man jedoch wie in der Vorsaison im Halbfinale den Halifax Highlanders. Wie nach Ausscheiden der Play-Offs bekannt wurde übernimmt die Anfield Group die Mehrheit an der Franchise. Die Anfield Group ist eine aus eishockeybegeisterten britischen und kanadischen Fans des englischen Fußballvereins FC Liverpool. Daher wählte man auch als neuen Standort die Kleinstadt Liverpool im ostkanadischen Nova Scotia. Der Verein wurde in Merseyside Hockey Club umbenannt, die Vereinsfarben in rot und weiß geändert.


Merseyside Hockey Club

Umzug nach Liverpool

In Saison 92 war es dann soweit und der Verein nahm in Liverpool unter dem neuen Namen "Merseyside Hockey Club" den Spielbetrieb auf. Man startete wie gewohnt in Liga 4.02. Beim Draft lief Ende Saison 91 diesmal alles glatt und man erhielt den Wunschspieler Mats Grotnes aus Norwegen an neunter Stelle. GM Bloemendal akzeptierte den Angreifer welcher somit ab Saion 92 im Kader des MHC stand. Der MHC bezog das neue Stadion, welches in Anlehnung an das legendäre Fußballstadion an der Anfield Road im englischen Liverpool, ebenfalls "Anfield" getauft wurde.

Grandioser Auftakt

Die ersten Saison in der neuen Umgebung beendete der MHC nach einem harten Kampf um die Play-Offs auf dem dritten Rang. In den Play-Offs konnte man völlig überraschend das favorisierte DreamTeam Villach mit 2:1 schlagen und zog gleich in der Premierensaison in Liverpool ins Play-Off-Finale ein. Dort musste man sich jedoch dem Hauptrundenmeister Grand Rapids Owls aus den USA mit 0:2 geschlagen geben. Dennoch stellte diese Saison einen grandiosen Auftakt nach dem Umzug dar. Auch in der Folgesaison konnte der MHC die Hauptrunde auf dem dritten Paltz abschließen und zog erneut in die Play-Offs ein. Diesmal musste man sich im Halbfinale jedoch gegen Guelph Storm mit 1:2 geschlagen geben. Die nächste Play-Off-Teilnahme folgte in der darauffolgenden Saison. Nach dem vierten Platz in der Vorrunde unterlag der MHC im Halbfinale Absteiger Villach mit 0:2. In Saison 95 gelang dem MHC mit Platz 3 in der Hauptrunde abermals der Einzug in die Play-Offs, wo jedoch nach einer 0:2 Niederlage gegen die Eiskiller bereits im Halbfinale Schluss war.

Das schnelle Ende

Nach dem Ende von Saison 95 wurde bekannt, dass man einen Wechsel nach Osteuropa anstrebt. Grund waren finanzielle Schwierigkeiten des Hauptanteilseigners Anfield Group. Dies hatte zur Folge, dass es neue Anteilseigner aus Lettland gab. Man sah im Standort Liverpool keine Zukunft mehr. Mit den Los Angeles Bruins, welche mit russischer Lizenz spielten, fand man einen Tauschpartner der notwenig war, da die EZMA einen direkten Wechsel in eine andere Region ausschloss. Der Wechsel nahm innerhalb weniger Tage konkrete Formen an, sowohl der amerikanische, als auch der russische Verband gaben ihre Zustimmung. Jedoch legte die EZMA ihr Veto ein, da der Stärkenunterschied zwischen den Bruins und dem MHC zu groß seien. Daher verschob man den Wechsel auf Saison 97 und sicherte der EZMA zu in Saison 96 starke Spieler durch schwächere zu ersetzen. Es stellte sich jedoch die Frage, ob man genügend Spieler abgenommen bekam. Dies gelang größtenteils, da die LA Bruins ihren Kader verbessern konnten, schaffte man es gemeinsam auf eine ähnliche Stärke zu kommen. Gegen Ende von Saison 96 gab EZMA-Präsident Brice dann seine Zustimmung, womit der MHC aufgelöst wird und die Mannschaft zu saison 97 nach Lettland umzieht. In seiner letzten Saison schaffte es der MHC trotz des dezimierten Kaders als Vierter noch einmal in die Play-Offs, wo man im Halbfinale gegen die Löwen Ratingen ausschied. Damit schaffte es der Merseyside Hockey Club in seiner fünfjährigen Vereinsgeschichte immer in die Play-Offs.

West-Coast-Derby

Von besonderer Brisanz war von Beginn an das sogenannte West-Coast-Derby zwischen den Vancouver Bengal Tigers und den Los Angeles Tigers. Zum ersten Mal trafen beide Teams bei den Canada Classics in Saison 71 aufeinander. Mit dem Aufstieg der LA Tigers, spielten beide Teams ab Saison 72 auch gemeinsam in der Liga 7.3. Schnell erklärten die Vereinsverantwortlichen von LA sie seien die "wahren Tigers". Die Frage nach den "wahren Tigers" wurde sofort von Vancouver aufgegriffen und so begleitet diese Frage jedes Spiel zwischen beiden Teams. Das Derby als solches erreichte seinen Höhepunkt in Saison 79 als beide Mannschaften in den Play-Off-Finals aufeinandertrafen. Diese Play-Off-Serie gewann Vancouver mit 2:1. Mit den Final-Derbys von Saison 79 fiel auch erstmals der Begriff "West-Coast-Derby". Obwohl es keine Statistik dazu gibt, ist davon auszugehen, dass die Vancouver Bengal Tigers bis zum Aufstieg in die 6. Liga gegen keine Mannschaft häufiger spielte als gegen die LA Tigers. Nach dem Aufsteig vereinbarten die Manager beider Teams, dass das West-Coast-Derby zu Saisonbeginn an jedem 0. Spieltag als Saisonauftakt gespielt werden soll. So soll die Rivalität trotz Ligadifferenzen weiter gepflegt werden. Das vorerst letzte Derby fand in Saison 91 statt.

Mehr dazu unter West-Coast-Derby.

25th Anniversary Cup

In Saison 89 feierten die Vancouver Bengal Tigers ihr 25. Jubiläum. Um dieses zu feiern luden die Bengal Tigers zu einem Turnier ein, dem 25th Anniversary Cup. Es war der erste Cup, der von den Bengal Tigers organisiert wurde. Teilnehmer waren neben dem Gastgeber die UHL-Weggefährten Turku Hammerheads, SV Vierbach Huskies, Nieukerk Jets und Sheybogan Flames, der Erzrivale Los Angeles Tigers, Liga-Konkurrent Halifax Moose und der zu der Zeit amtierende Frozen-Four-Champion Die Luchse. Der EZM-Champion konnte das Turnier für sich entscheiden, die Bengal Tigers landeten auf Rang 3.

Platz Team
1. Ger.png Die Luchse
2. Can.png Halifax Moose
3. Can.png Vancouver Bengal Tigers
4. Fin.png Turku Hammerheads
5. Swe.png SV Vierbach Huskies
6. Ger.png Nieukerk Jets
7. Usa.png Sheboygan Flames
8. Usa.png Los Angeles Tigers


Kader (Saison 96)

Position Nr. Nation Name (Alter) Letzter Verein
GK 21 Can.png Jean-Pierre Beaudin (21) eigene Jugend
GK 91 Can.png Bryan Lebrun (30) eigene Jugend
V 2 Rus.png Sascha Tezikov (26) HC Tytan
V 6 Can.png Bob MacIntrie (20) eigene Jugend2
V 8 Nor.png Christian Nielsen (25) SV Viersbach Huskies
V 15 Nor.png Lasse Ylven (27) SV Viersbach Huskies
V 17 Ger.png Stefan Stecher (26) Dinamo Riga
V 80 Ger.png Max Nickel (38) Dubai Glare
S 7 Nor.png Mats Grotnes (22) Draft Pick #9 (S91)
S 23 Nor.png Ole Oersal (27) Fredrikstad Vikings
S 24 Lat.png Oskars Saulvija (20) Draft Pick #11 (S95)
S 37 Aut.png Moritz Maier (25) SV Viersbach Huskies
S 42 Lat.png Osvalds Ivanovs (26) HC Latvija Daugavpils
S 90 Can.png Doug Boisjoli (35) C eigene Jugend
C 3 Can.png Jimmy Scott (25) eigene Jugend
C 11 Can.png Henry Lalande (26) eigene Jugend1
C 22 Lat.png Ivars Masalskis (24) Spartans Regensburg

1Verliehen an Turku Hammerheads in Saison 88
2Verliehen an Dinamo Riga in Saisons 94/95

Trainer

Trainerchronik des MHC
Saison Cheftrainer
65-71 Can.png George Lepoint 1
71 Can.png Curt Angel (interim)
72 Can.png Bryan Savic
73-80 Can.png Roger Stevenson
81 Svk.png Henrich Kuric 1
81 Can.png Curt Angel (interim)
82-96 Can.png Brenden Desrochers

1 während der Saison entlassen

General Managers

General Managers des MHC
Saison General Manager
65-68 Can.png Charles Francis 1
68-83 Can.png Darryl Coon
84-88 Can.png Alistair Downway
89-96 Usa.png Danton Bloemendal

1 Rücktritt während der Saison

Statistik

Bilanz des MHC
Saison Liga Division Platz Playoffs/Playdowns
65 8 8.28 5. -
66 8 8.18 8. -
67 8 8.19 5. -
68 8 8.27 4. PO Halbfinale
69 8 8.24 3. PO Halbfinale
70 7 7.3 9. -1
71 7 7.3 11. PD Sieg
72 7 7.3 9. -1
73 7 7.3 6. -
74 7 7.3 6. -
75 7 7.3 6. -
76 7 7.3 4. PO Halbfinale
77 7 7.3 3. PO Halbfinale
78 7 7.3 2. PO Finale
79 7 7.3 1. PO Sieger
80 6 6.15 11. -1
81 6 6.15 12. PD Abstieg
82 7 7.3 2. PO Sieger
83 6 6.05 10. PD Sieg
84 6 6.05 10. PD Sieg
85 4 4.02 4. PO Halbfinale
86 4 4.02 4. PO Halbfinale
87 4 4.02 2. PO Halbfinale
88 4 4.02 4. PO Halbfinale
89 4 4.02 5. -
90 4 4.02 2. PO Halbfinale
91 4 4.02 2. PO Halbfinale
92 4 4.02 3. PO Finale
93 4 4.02 3. PO Halbfinale
94 4 4.02 4. PO Halbfinale
95 4 4.02 2. PO Halbfinale
96 4 4.02 4. PO Halbfinale

1Gegner nicht angetreten

Cups

Cup-Teilnahmen
Saison Cup Platz
70 ConL MINI 12.
71 Canada Classics 6.
71/72 Continental League 13.
72 Canada Classics 12.
73 Canada Classics 8.
74 Canada Classics 11.
73/74 Continental League 12.
74 Season Closing Cup 4.
75 Canada Classics 10.
76 Canada Classics 11.
75/76 Continental League 14.
77 Canada Classics 11.
78 Canada Classics 12.
77/78 Continental League 15.
79 Canada Classics 11.
80 Canada Classics 10.
79/80 Continental League 15.
81 UHL 4 1.
82 UHL 3 1.
83 UHL Cup 2.
84 UHL 2 1.
85 UHL 1 2.
86/87 UHL 1 3.
88/89 UHL 1 6.
90/91 UHL 1 3.
92/93 UHL 1 5.
94/95 UHL 1 5.

Rekorde

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Can.png Maxime Walton 448
2. Can.png Jerome Laurin 404
3. Can.png Jean-Francois Beauvais 391
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Can.png Maxime Walton 428
2. Can.png Nicholas Henry 358
3. Can.png Doug Boisjoli 289
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Can.png Nicholas Henry 164
2. Can.png Doug Boisjoli 143
3. Can.png Maxime Walton 137
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Can.png Maxime Walton 291
2. Can.png Nicholas Henry 194
3. Ita.png Edoardo Rocchio 168
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Ger.png Thorsten Warnecke 552
2. Can.png Jerome Laurin 241
3. Can.png Brenden Desrochers 203

Fett = Im aktuellen Kader
Stand: 03.08.2016

Hall of Fame Fame.png

Spieler Trikotnummer aufgenommen Spiele Scorer-Punkte Kommentar
Usa.png

Helmer McWherter

11 Saison 78 281 177 Gründungsspieler,

1. Kapitän

Swe.png

Pontus Ekman-Larson

3 Saison 78 278 187 Gründungsspieler,

1. Spieler mit 100 Toren

Can.png

Brenden Desrochers

4 Saison 80 327 162 Gründungsspieler,

1. Spieler mit 300 Spielen

Can.png

Nicholas Henry

31 Saison 84 385 358 Meiste Tore
Can.png

Bryan Massicotte

1 Saison 88 369 0 Goalie mit meisten Spielen
Can.png

Jean-Francois Beauvais

9 Saison 89 391 191 -
Can.png

Maxime Walton

77 Saison 89 448 428 Rekordspieler, Rekordscorer
Can.png

Jerome Laurin

14 Saison 93 404 185 -


Can.png

Adam Perez

33 Saison 95 390 201 -

Vereinswappen

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Das Wappen des Merseyside HC ist an das des FC Liverpool angelehnt. Im Gegensatz zu diesem ist es jedoch, mit Ausnahme des Tigers, komplett in rot und weiß gehalten. Der Schriftzug „You’ll never walk alone“ steht ganz oben, darunter ist „Merseyside Hockeyclub“ zu lesen. Im Zentrum ist neben dem „Liver Bird“, welcher aus dem Logo des FC Liverpools entnommen wurde, der Tiger zu finden, welcher in Saison 65 das allererste Logo der Vancouver Bengal Tigers darstellte. Damit sollen die Herkunft und die Wurzeln des Vereins festgehalten werden. Unten ist mit „Liverpool, Nova Scotia“, der Standort des MHC zu entnehmen.

Logohistorie

Logos des MHC
Saison 65-67 Saison 68 Saison 69-91 Saison 74 Saison 84 Saison 89 Seit Saison 92
images-i1715383b7oe4a.jpg images-i1715382bzqvkh.jpg images-i1715380bx7jcw.png images-i1752208b6oaon.png images-i1808502b0eswo.png images-i1827218bv3i2y.jpg images-i1838261bazxyp.jpg

Vereinshymne

Bereits seit der Gründungszeit wird von den Fans, zunächst in Vancouver, später auch in Liverpool, der vor allem aus Fußballstadien bekannte Song „You’ll never walk alone“ vor und nach jedem Spiel gesungen. Es ist nicht unüblich, dass bei Heimspielen das Lied auch während des Spiels angestimmt wird. Daher erklärten es die Verantwortlichen schon bald zur offiziellen Vereinshymne. Nach dem Umzug nach Liverpool in Saison 92 wurde der Schriftzug „You’ll never walk alone“ wieder ins Vereinswappen aufgenommen, wo er bereits in Saison 68 schon einmal zu finden war.

Der Text zum Lied kann hier entnommen werden, eine Hörprobe gibt es hier.

Fanclubs

The Kop La Squadra Rossa
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The Kop

Der bekannteste und größte Fanclub des Merseyside HC ist „The Kop“. Er entstand aus einem Zusammenschluss von neuen Fans des gerade nach Liverpool gezogenen MHC und einigen Fanclubs aus Vancouver, die dem Verein trotz des Umzugs die Treue gehalten haben. Der Name des Fanclubs ist an die legendäre Stehplatztribüne der Anfield Road des Fußballclubs FC Liverpool angelehnt.

La Squadra Rossa

Der Fanclub entstand in Saison 91, als mit Edoardo Rocchio, Benjamin Lambre und Fritz Irsara gleich drei Italiener gleichzeitig im Kader der damaligen Bengal Tigers standen. Dadurch erlangte der Verein die Aufmerksamkeit zahlreicher italienischstämmiger Fans. Offiziell als Fanclub eingetragen wurde „La Squadra Rossa“ unter dem jetzigen Namen mit dem Umzug nach Liverpool in Saison 92. Der Fanclub besteht größtenteils aus Italo-Kanadiern.